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Eierstockkrebs

Informationen für Betroffene und Angehörige

Eierstockkrebs (Ovarialtumor)

Eierstockkrebs, d. h. bösartige Geschwülste des Eierstocks (Ovar bzw. Ovarium), zählen zu den seltenen Krebserkrankungen. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erkranken jedes Jahr rund 9.000 deutsche Frauen an Eierstockkrebs. Im Vergleich zu anderen gynäkologischen Tumoren ist die Sterberate jedoch – bedingt durch fehlende Früherkennungsmaßnahmen, mangelnde Frühsymptome und die eher ungünstige Prognose aufgrund des späten Stadiums zum Zeitpunkt der Diagnose – etwa doppelt so hoch. In den letzten zehn Jahren ist die Mortalitätsrate jedoch rückläufig, da immer bessere Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Im europäischen Vergleich zeigt sich bezüglich der Erkrankungsraten ein Nord-Süd-Gefälle. Laut RKI erkranken mehr Frauen in Litauen an Eierstockkrebs als in Griechenland oder Portugal.

Das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken nimmt mit höherem Lebensalter zu. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei ca. 68 Jahren. Ein höheres Risiko tragen Frauen, die keine Kinder zur Welt gebracht haben. Auch genetische Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen können, sind bekannt. Einflüsse, die den Eisprung unterdrücken, wie die Anwendung hormoneller Kontrazeptiva (Mittel zur Schwangerschaftsverhütung) sowie Geburten und Stillen hingegen senken das Erkrankungsrisiko.

Die Eierstöcke (Ovarien) sind Teile der weiblichen Fortpflanzungsorgane. Sie sind pflaumengroß, treten paarig auf und befinden sich links bzw. rechts der Gebärmutter. Die Eierstöcke erfüllen eine generative Funktion (d. h. sie produzieren befruchtungsfähige Eizellen) und eine vegetative Funktion (d. h. sie bilden die Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen). Während des Monatszyklus der Frau wird aus einem der beiden Eierstöcke eine Eizelle abgegeben, die über den Eileiter zur Gebärmutter wandert, um sich dort nach der Befruchtung einzunisten bzw. unbefruchtet abgestoßen zu werden.

Das Wort Krebs wird umgangssprachlich für maligne (bösartige) Tumoren verwendet. Krebszellen teilen sich unkontrolliert, wodurch die Tumoren (Geschwülste) in umliegendes Gewebe wachsen können. Verbreiten sich die Krebszellen über Blut- oder Lymphe, können sie sog. Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden. Eierstockkrebs kann aus Absiedelung anderer Tumoren als Metastasen entstehen oder im Eierstock selbst seinen Ursprung haben. Ovarialtumoren werden gemäß der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation – je nach Zelltyp – in Oberflächenepithel-Tumoren, Keimstrang-Stromatumoren und Keimzell-Tumoren untergliedert. In mehr als der Hälfte der Fälle handelt es sich um Epitheltumoren. (ah)

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Eierstockkrebs-News von Curado.de

  • OP-Qualität entscheidend 02.09.2010
    Die Qualität der Operation und Chemotherapie ist entscheidend für die Überlebenschancen nach Eierstockkrebs. Patientinnen sollten sich deshalb bei der Wahl ihrer Klinik an deren Eingriffszahlen und Erfolgsquoten orientieren.